Seit 30 Jahren trägt das Vokalensemble Lux Aeterna das Licht im Namen. Das Jubiläumsprogramm 2026 greift dieses Motiv auf und stellt Werke aus vier Jahrhunderten nebeneinander, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Licht befassen.
Den Auftakt bilden Werke des 17. und 19. Jahrhunderts: Andreas Hammerschmidts festliche Musik, Joseph Gabriel Rheinbergers „Kyrie“ und Johann Eccards Motette „Übers Gebirg“. Es folgen Gottfried Wolters’ Bearbeitung von „Maria durch ein Dornwald ging“ und die Uraufführung von „Deus Lux Est“, komponiert von Hannes Rollin, einem Mitglied des Ensembles.
Zentrum des Abends ist György Ligetis „Lux Aeterna“ von 1966. Der 16-stimmige Chorsatz verzichtet auf traditionelle Melodik und Harmonik; an ihre Stelle treten mikrotonale Klangflächen, in denen die Stimmen eng geführt sind und zu einem schwebenden Klangteppich verschmelzen. Ligeti beschrieb das Werk als Musik, die keine Ereignisse schafft, sondern einen Zustand.
Um dieses Zentrum gruppieren sich weitere Licht-Kompositionen. Thomas Tallis’ „Te lucis ante terminum“ und John Rutters „Hymn to the Creator of Light“ vertreten unterschiedliche Epochen: schlichte Renaissance-Polyphonie auf der einen, farbreiche spätromantische Harmonik auf der anderen Seite. Die Motette „O nata lux“ – „O Licht, geboren aus Licht“ – erklingt in drei Fassungen: von Thomas Tallis, in Christoph Schlechters „Study on Tallis“ und in Morten Lauridsens Vertonung. Eric Whitacres „Lux aurumque“ vertont ein Gedicht von Edward Esch, das die Geburt Christi in Bilder von Gold kleidet; der Satz arbeitet mit clusterartigen Harmonien und geringer dynamischer Bewegung.
Felix Mendelssohn Bartholdys „Denn er hat seinen Engeln“ aus dem „Elias“ beschließt den Hauptteil. Gemeinsam mit dem Publikum erklingt zum Finale ein Weihnachtslied in Sätzen von Michael Praetorius und Hugo Distler.

Konzerte
Samstag, 5. Dezember 2026
19.30 Uhr
St. Maria-Harburg
Museumsplatz 4,
21073 Hamburg-Harburg
Sonntag, 6. Dezember 2026
15 h Uhr
Schlosskirche Schwerin
Lennéstr. 1, 19053 Schwerin
Samstag, 19. Dezember 2026
18 Uhr
St. Johannis-Eppendorf
Ludolfstr. 66, 20249 Hamburg
Sonntag, 20. Dezember 2026
17 Uhr
St. Bonifatius-Eimsbüttel
Am Weiher 29, 20255 Hamburg
